Mit welchen Einschränkungen ist zu rechnen?

Der Kelheimer Raum ist ein touristisch stark entwickeltes und attraktives Gebiet. Fraglich, ob es einen zusätzlichen Tourismusschub durch einen np3 braucht. Wer sich ein Bild vom Tourismusaufkommen in der Region machen möchte, der möge sich an einem Sommerwochenende in Weltenburg umsehen. Dann stelle er sich vor, wie es mit wesentlich mehr Besuchern zugehen würde. Sanfter Tourismus?

Ein Tourismusschub durch einen Nationalpark würde unweigerlich zu einem steigenden Verkehrsaufkommen führen – verschärfte Parksituation, Lärmbelästigung, Anstieg von Emissionen und Abfall wären die Folgen.

Gerade vor diesem Massentourismus müsste die Natur geschützt werden, was zwangsläufig zu weiteren Geboten und Verboten im np3 führen würde.

Leidtragende des np3 werden Anwohner und Natur sein.

Dieses „Experiment Nationalpark“ geht einher mit schleichenden, aber regelmäßig größer werdenden Einschränkungen des freien Betretungsrechts des Waldes und der Ufergebiete.

Radfahrer, Wanderer, Angler, Kletterer, Spaziergänger, Bootfahrer, Schwimmer, Pilzesammler werden mit zunehmender Verwilderung des Waldes und der Donauwälder und der heute vorhandenen gepflegten Wege rechnen müssen.

Angeln oder Fischbesatz, egal ob nach Vereinsrecht oder Privatrecht, wird nicht überall möglich sein oder gar komplett verboten (siehe Nationalparkverordnung).