Macht ein Nationalpark Sinn?

Die Entwicklung eines Nationalparks ist vor allem langfristig angelegt und viele Gebote und Verbote werden erst allmählich eingeführt. Beispielsweise beschreibt die Nationalparkverordnung des Bayerischen Waldes in §9 eindrucksvoll, was alles zum Schutz des Parks erlassen wurde.

U.a. „ist es verboten, die Gewässer mit Booten, Fahrzeugen und Schwimmkörpern aller Art zu befahren, in ihnen zu baden oder zu tauchen.“ Dazu kommen Wegegebote, usw.

Außer wohlformulierten Versprechungen und Beruhigungsversuchen gibt es bisher keine verbindliche Garantie der Verantwortung des Nationalparks und seiner Behörden.

Bayerisches Umweltministerium: „Nationalparks sind großflächige Naturräume, in denen sich die Natur weitgehend ungestört entwickeln kann, haben jedoch auch große Bedeutung für einen „sanften Tourismus“. So zählen die beiden Bayerischen Nationalparke Bayerischer Wald und Berchtesgadener Land 3 Millionen Touristen im Jahr. Die angestrebte Fläche von 10.000 Hektar (10 auf 10 km) soll nach Möglichkeit unzerschnitten und besonders, vom Menschen wenig beeinflusst sein oder geeignet, in einen Zustand entwickelt zu werden, der einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge gewährleistet.“

Konkret heißt das:

* 75% der Fläche werden „menschenfreie“ Zone
* Gezielte Lenkung der Besucher auf festgelegten Wegen (Wegegebot)
* Zeitweise Gebietssperrungen